ausstellung

Gue Schmidt: RADIO

Textauszug, Katalog zur Ausstellung

HÖREN ist SEHEN ist eine Ausstellung von Klangarbeiten von 69 international anerkannten Künstlern, sowie eine Ausstellung von photographischen und textlichen Assoziationen jener Klangarbeiten. Ausschnitte aus 35 Stunden Klangmaterial werden von RADIO LOTTE in Kooperation mit RADIO FUNKWERK auf der Frequenz 106.6 Mhz während der ACC-Ausstellung übertragen. Die Ausstellung war bisher an vier verschiedenen Orten in Südamerika und Europa zu hören und zu sehen. Im Mittelpunkt steht Kunst im elektronischen Raum, welche am Beispiel von Radiokunst, beziehungsweise von Klangskulpturen oder Hörbildern in der Dauer von zwei Minuten bis zu zwei Stunden reichen kann. Weiter bewegt sich diese Ausstellung auf drei inhaltlich-künstlerischen Ebenen: BILD, TON und TEXT. Künstler aus den verschiedensten Sparten wie Literatur, Skulptur, Film, Malerei, Theater und nicht zu vergessen Musik, beteiligen sich daran. Damit sollte zum einen experimentellen Klangarbeiten die Tür zu einem größeren Publikum eröffnet werden, zum anderen auch das Prinzip Raum bzw. der Begriff Raum erneut definiert und am Beispiel der in der Ausstellung gezeigten Photographien dargestellt werden, sowie durch Texte, prosaisch, lyrisch oder auch technisch beschreibend, die auch als Moderationstexte für die Klangarbeiten bei einer Radioübertragung Verwendung finden, erläutert werden. Die akustischen Arbeiten, welche unter Einbeziehung von Geräuschen und verschiedenartigsten Klangstrukturen entstanden, zeigen nicht nur die breite Palette an Gestaltungsvarianten der an der Ausstellung teilnehmenden Künstler, sondern stellen sich vielmehr dem Hörer/ Betrachter als Möglichkeiten globaler bild- bzw. körperhafter Denk- und Gestaltungsarbeit, (sowie) als Ausdruck schöpferischer Tätigkeit, dar. Hören ist Sehen hat natürlich auch etwas mit Kommunikation zu tun. Obwohl man sich hier des Mediums Radio als Distributionsmittel bedient, entsteht durch die Radioübertragung der Klangarbeiten Kommunikationsraum. Ein weiterer Aspekt des Projekts ist die Erweiterung durch ständig neu hinzukommende Künstler aus den Ländern und Städten, wo bisher die Ausstellung zu hören und sehen war, bzw. noch zu sehen und hören sein wird. (