ausstellung

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unter der hand

unter der hand

Anja Luithle/Stuttgart, Verena Kyselka/Erfurt, Mechthild Oehler/Erfurt, Renée Ridgway/Amsterdam, Sabine C. Sauermilch/Erfurt, Sati Zech/Berlin.
Objekte, Installationen, Fotografien und Videos zum Thema "Handtasche", zusammengestellt von Tely Büchner/Kunsthaus Erfurt und Andrea Dietrich/ACC Galerie Weimar.
Eröffnung am Freitag, dem 10.11.2000, 20 Uhr, ACC Galerie. Zur Eröffnung spricht der Berliner Kunstkritiker und Kurator Peter Lang.
Nach(t) der Eröffnung am Freitag, 10.11.2000, ab 22 Uhr, ACC Galerie mit DJ I.p. ole.3
11.11. bis 31.12.2000. Dienstag bis Sonntag von 12 bis 18 Uhr geöffnet.
Führungen jeden Sonntag 15 Uhr.
Für die freundliche Unterstützung bei Realisierung der Ausstellung dankt die ACC Galerie der Thüringer Staatskanzlei.

"Was hat die Queen in ihrer Handtasche? Diese Frage beschäftigt die Welt. Psychologen behaupten sogar: die Tasche ist leer, dient nur als Barriere gegen das Volk. 'Nein' enthüllt nun eine Studie - die Begleiterin Ihrer Majestät ist prall gefüllt: Neben klassischen Kleinigkeiten wie Spiegel, Lesebrille, Tagebuch, Taschenmesser, Füller, Kamera und Puderdose hat die Queen auch außergewöhnliche Dinge dabei: Talisman (Pferdchen aus Messing), Hundecracker (für ihre Corgis), Minzbonbons (für sich selbst) und einen S-förmigen Fleischerhaken, an dem sie bei Banketts ihre Handtasche am Tischrand aufhängt. Bei den Untertanen, so die Studie, kommt die Handtasche trotzdem nicht an. Fast alle finden sie häßlich - oder lächerlich. Soll Elizabeth also darauf verzichten? 'Bloß nicht' sagt Psychologe Dennis Friedman. 'Der Queen die Handtasche zu nehmen, heißt, ihr die Weiblichkeit zu nehmen. Das wäre, als ob man einen Mann kastriert.'"
(Aus der Hamburger Morgenpost vom 14.1.1998)

verena kyselka

Handtaschen, Taschen, Beutel, Ranzen, Säckchen. Tragbare Behälter in der Hand, an Riemen oder Bändchen über der Schulter. Damentaschen, Herrentaschen ... inhaltslos und inhaltsschwer. Prestigeobjekt oder Gebrauchsgegenstand, bunt zusammengewürfelt oder wohlgeordnet? Während sich die Außenhaut dekorativ, je nach Wirtschaftslage und Mode verspielt, prunkvoll oder schlicht zeigt, bleibt das Innenleben ein geheimnisumwobener Ort. Ein Raum für Fantasien, Illusionen und Träume. Für die Besitzerin ein Fundort vergessen geglaubter Erlebnisse und Erinnerungen. Mittels begehbarer Installationen, sowie Fotografien, Videos, Objekten und Zeichnungen wird der Innenraum nach außen gekehrt oder der Außenraum vom Inneren her erlebbar gemacht, der Betrachter - mit privaten und intimen Dingen konfrontiert - zum Voyeur.

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