ausstellung

The Return of the Weimaraner

The Return of the Weimaraner
William Wegman. Photographien und Polaroids.
Eröffnung am Freitag, dem 9.7.1999, 20 Uhr. Vom 10.7. bis 22.8.1999.
Dienstag bis Sonntag 12 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet.
Führungen jeden Sonntag 15 Uhr.

Zum zweiten Mal zeigt die ACC Galerie Arbeiten des New Yorker Künstler William Wegman (*1943), der zu den vielbeachteten in der Kunstszene gehört und verspricht damit im diesjährigen vollen und intensiven Ausstellungskalender für die Sommermonate Kunst und Unterhaltung von internationalem Rang. Nach der viel- beachteten 95er Schau WEIMAR DEN WEIMARANERN kehren seine Lieblingsdarsteller, die berühmtesten Hunde der Foto- und Kunstgeschichte, nach Weimar zurück, dem Namensspender der bereits von Herzog Carl August geschätzten "Aristokraten unter den Jagdhunden". Im Unterschied zu den älteren Arbeiten Wegmans mit seinen ersten Weimaranern Man Ray und Fay Ray sind es nun Battina, Chundo oder Crooky, die auf den 18 Arbeiten (Einzelwerke, Diptychen und Triptychen), die 1997-99 entstanden, zu sehen sind. Im März diesen Jahres besuchte Andrea Dietrich von der ACC Galerie William Wegman in seinem New Yorker Studio und konnte diese neueren Polaroids und Photographien für Weimar auswählen. Es sind kunstvolle Arrangements mit den Hunden pur und ohne Verkleidung. Die Arbeiten erhalten zusätzliche Spannung durch das Zusammentreffen der Perfektion des technischen Verfahrens, durch ihren Glanz und ihre Schönheit auf der einen und dem Grotesken der Bildfindung auf der anderen Seite. Die Hunde-Models der verdreht-genialen Inszenierungen behalten trotz allen Ulks und schwarzen Humors ihre Würde und Ruhe, wirken überlegen und unantastbar. "Wegman ist einer der seltenen Künstler, die so recht in keine der zahlreichen Schubladen passen wollen, welche Kunstbetrieb und Kunstkritik zur Orientierung gezimmert haben. Vom kurzen Glück der gängigen Modewellen in der zeitgenössischen Kunst wird sein Werk nicht gestreift." (Klaus Honnef). Seine Werke sind in allen wichtigen Sammlungen der Welt zuhause und waren spätestens seit der documenta V 1972 in Ausstellungen rund um den Globus zu sehen. Die geduldige Teamarbeit des Künstlers mit dem Hund begann 1970 und erweiterte Wegmans künstlerisches Spektrum. Bis dahin hatte er in Malerei, Video, Zeichnung und s/w-Fotografie gearbeitet. Mittlerweile entstehen jedes Jahr neben den Polaroid-Unikaten (50x60cm) auch wieder s/w Editionen und die verschiedensten Buchausgaben mit Geschichten für Kinder und Eltern.