ausstellung

ACC - Der neue Raum.

kabinettausstellung
Kleine ACC-Galerie
22.1. bis 7.2.99. Di bis So 12 bis 18 Uhr.

Das ACC, gelegen an prominenter Stelle in Weimars Zentrum, ist nahezu optimal ausgelastet. Wie könnte eine Erweiterung aussehen? "Der Neue Raum" ist hypothetisch und zeigt die Ergebnisse eines 48-Stunden-Stegreif-Entwurfs von Studenten der Bauhaus-Universität, Fakultät Architektur, Lehrstuhl Entwerfen und Gebäudelehre I, Prof. H. Rieß. Gezeigt werden zwölf Entwürfe von K. Albrecht, J. Beeh, M. Becker, C. Gerhard, Y. Dauz, D. Ebert, E. Herr, U. Kleffling, M. Meier, B. Pauke, S. Paulisch, J. Roßgotterer, A.-S. Schmid und N. Schülke.

Ausstellungsinformation

ACC Der neue Raum - Eine fiktiven Erweiterung des ACC Weimar Arbeiten von Architekturstudentinnen und -studenten am Lehrstuhl Entwerfen und Gebäudelehre I, Prof. H. Rieß Bauhaus-Universität Weimar

22.01. - 07.02.1999 Eröffnung am Freitag, den 22.01.1999, 20.00 Uhr

Am 31.12.1999 wird der Status der Kulturhauptstadt Europas an Avignon, Bergen, Bologna, Brüssel, Krakau, Helsinki, Prag, Rejkjavik und Santiago de Compostela weitergegegeben. Dann ist Weimar wieder Weimar, und Kultur wird an den bewährten Stätten weitergepflegt. Weil sich dort die Kultur gerne an Standbildern orientiert, ist die Stadt in Zukunft umso mehr auf das laufende Programm des ACC angewiesen. Das Kulturzentrum übernimmt mit Galerie, Restaurant und Veranstaltungen seit 1988 die Aufgabe, die Stadt der Klassik mit der notwendigen Dosis `Gegenwart´ zu versorgen. Das Restaurant, die kleine und die große Galerie des ACC verteilen sich auf zwei nebeneinanderliegende Gebäude gegenüber dem Weimarer Schloß. Damit ist einerseits ein prominenter Ort besetzt, der andererseits eine eindeutige räumliche Kapazität festschreibt. Die zwei Anwesen sind für Gastronomie, ständige Kunstsammlung, Wechselausstellungen, Filmveranstaltungen, Tagungsangebot etc. optimal ausgelastet.

Das ACC macht sich in Weimar immer wieder bemerkbar, indem es mit Veranstaltungen und Aktionen externe Orte in der Stadt bespielt. Dennoch stellt sich für das Stammhaus am Burgplatz die Frage, ob und wie man sich direkt erweitern könnte. Die Vorstellung von einem Neuen Raum ist noch hypothetisch, kann allerdings anhand funktionaler Ansprüche thematisch verdichtet werden. In jedem Fall wird eine gebaute Ergänzung das Wesen der Institution ACC im Stadtraum Weimars widerspiegeln. In Gesprächen mit dem ACC-Team wurde der chronische Mangel an Büroräumen beklagt. Die Ergänzung um diesen Verwaltungs- oder Organisationsraum zieht sich als roter Faden durch die folgenden genannten Erweiterungsvarianten. Die Liegenschaft des bestehenden ACC und das vorgelagerte Grundstück am Burgplatz sind der potentielle Ausdehnungsbereich.

An der Bauhaus-Universität Weimar veranstaltete der Lehrstuhl Entwerfen und Gebäudelehre I, Prof. H. Rieß vom 14. - 16. Juli 1998 einen 48-Stunden Stegreif-Entwurf. In einem Erweiterungsprogramm von ca. 250 qm sollten auf dem Gelände um das ACC neue Austellungs- oder Verkaufsräume und vor allem Büroräume unterkommen. Außerdem konnten ein Kino- und Konzertraum, der Zeitwohnsitz für einen Künstlerstipendiaten, ein Videohaus usw. angehängt werden. In den Vorschlägen exponierten sich die neuen Funktionen entweder im Stadtraum oder sie verdichteten sich nach innen. Die Studentinnen und Studenten erfanden in der Kürze der gebotenen Zeit ein schillerndes Spektrum von Variationen zum Thema. In jedem Fall der zwölf Entwürfe tritt das ACC aus sich heraus und bezieht einen jeweils anderen Standpunkt zum Bestehenden.

Ausgestellt wurden Arbeiten von Katja Albrecht, Johannes Beeh, Christopher Gerhard, Yvonne Dauz, Doreen Ebert, Uta Kleffling, Michael Meier, Bettina Pauke, Stefan Paulisch, Jutta Roßgotterer, Anne-Susann Schmidt und Nils Schülke.

Koordination der Ausstellung: Sibylle Baur, Maren Brotz, Stefan Ostermeyer und Ulrich Wieler.