ausstellung

Schon mal gelebt?

Kabinettausstellung
22 Holzschnitte zu Charles Bukowski von Gabriele Just, Hildburghausen
3.10. bis 25.10.98.
Ausstellung in der Kleinen ACC Galerie.
Dienstag bis Sonntag von 12 bis 18 Uhr.

Unter dem Motto 'Schon mal gelebt?' liest die Schauspielerin Silvia Fink (DNT Weimar) aus dem Werk von Charles Bukowski. Mit dieser Lesung wird eine Ausstellung eröffnet, die 22 Holzschnitte zu Werken des amerikanischen Skandal- und Erfolgsautors zeigt. Die Malerin und Grafikerin Gabriele Just hat die skurrilen, brutalen und poetischen Bilder vom Wahnsinn des Alltags, von Frustration und Lust, vom Delirium und Alptraum des Außenseiters Bukowski in Holz geschnitten. 'Ich will ein Stück von Bukowskis Werk hervorheben, das mich bildnerisch lachen, weinen und nachdenken ließ, das die Verbindung eines tiefen Verstehens hervorgerufen hat, das zeigen soll, daß C.B. viel mehr als nur ein Porno-Autor gewesen ist.' (Gabriele Just)

"Der Unterschied zwischen einem guten Dichter und einem schlechten ist eine Portion Glück."
Charles Bukowski, von dem dieser Satz stammt, entlarvt nicht nur den American way of live als gefährliche Illusion, er zeigt auch die Gier der Verlierer, deren Leid und Abstumpfung, und verleiht Kleenex-Schachteln, Aschenbechern, Taubenscheiße und alten Socken poetische Züge. Eine Poesie, die die brutale Eindringlichkeit seiner Stories und Gedichte menschlich färbt.