ausstellung

Droog Design

Ausstellung vom 25. Oktober bis 7. Dezember 1997.
Objekte der gleichnamigen Amsterdamer Stiftung aus der Sammlung des Centraal Museums Utrecht.
Öffentliche Führungen durch die Ausstellung bieten wir jeden Sonntag um 15 Uhr an.

Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 12 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet und wurde unterstützt von der Königlich Niederländischen Botschaft, Bonn/Berlin, und dem Kulturamt Jena.
Zur Ausstellung sind zwei Kataloge von Droog Design erhältlich.
Die Objekte sind zum Teil verkäuflich.

DROOG DROOG Bei der kuratorischen Bearbeitung der Ausstellung durch die ACC Galerie wurden zusätzlich 17 bildkünstlerische Werke und ca. 40 Accessoires aus dem Bestand der ACC Galerie verwendet. Der Droog-Virus geht um. In den Modetempeln von Giorgio Armani, im Paramount Hotel in New York, im MoMa oder auf den Seiten führender Designmagazine - überall begegnet man den Objekten der holländischen Gruppe Droog Design. Droog ist Form gewordene Neugier. Droog ist lebendiger, vibrierender Widerspruch, ist Brain & Soul. Droog ist disziplinierter Spieltrieb. Droog ist selbstbewußte Bescheidenheit. Droog ist eine Haltung, ein Label, ist Freiheit. Droog ist aufregendes Design aus Holland. Droog ist eine Talentschmiede aus Amsterdam mit Kultstatus. Die Objekte von Droog Design sind so, wie man sich gute Freunde wünscht: Witzig, intelligent, unterhaltsam und verläßlich.

DROOG DROOG

Die 80. Ausstellung des ACC sprengt insofern den künstlerischen Rahmen seines Programms, als daß erstmalig seit Gründung der Galerie 1988 Design-Objekte gezeigt werden. Aus der Sammlung des Centraal Museums Utrecht und von 22 Designern selbst stammen mehr als fünfzig, zwischen 1991 und 1997 entstandene Exponate der Amsterdamer Stiftung Droog Design. Im Februar 1993 erblickte Droog Design mit "einer Art Wohnzimmerausstellung" zu holländischem Design das Licht der Welt. "In einer Mischung aus Naivität, Instinkt und Cleverness" beschloß ihr Initiator und Gründer, der 55jährige Designer Gijs Bakker, noch im selben Jahr an der wichtigsten Messe für Designer in Mailand teilzunehmen. Enthusiastische Kritiken waren die Folge. Gemeinsam mit der Designkritikerin Renny Ramakers (51) verfolgt er mit Droog Design das Ziel, Entwicklungen des niederländischen Designs zu promoten, im permanenten Experiment nach neuen Wegen des Designs zu forschen. Mit "aufgeklärtem Absolutismus" bestimmen die beiden, was Droog ist und was nicht, ganz undemokratisch filtern sie, suchen aus, beauftragen, holen ständig neue Talente hinzu. Positionen werden immer wieder hinterfragt und neubestimmt. Diese Flexibilität ist gewollt und definiert den Willen von Droog Design, sich nicht einordnen zu lassen.

DROOG

Das Wesen niederländischen Designs wurde oft mit Worten wie ruhig, fundamental, zurückhaltend, bescheiden definiert. Spätestens seit sich Anfang der Neunziger einige junge Entwerfer als Droog Design zusammenschlossen, fallen in diesem Kontext auch Begriffe wie humoristisch, aufregend, theatralisch, mystisch, sensuell, lüstern, poetisch. In einer Zeit, in der klar wird, daß das Umweltproblem ernst genommen werden muß, die wirtschaftliche Rezession spürbar und die sparsamere Lebensführung ein gesellschaftliches Phänomen geworden ist, stellt Droog Design aus einfachen, mitunter wiederverwendeten Materialien und Formen (Packpapier, Sperrholz, Milchflaschen) unaufdringliche Produkte her, auf das Gewohnte hin ausgerichtet, weder bedeutungsgeschwängert noch überfrachtet, ohne Tand. Im Rahmen der Ausstellung Droog Design berichten Professoren der Bauhaus-Universität Weimar (siehe "Werkberichte") in öffentlichen Gesprächen über eigene Arbeiten.

Mit Arnout Visser (Droog Design) veranstaltet die Fakultät Gestaltung der Bauhaus-Universität Weimar, Studiengang Produktdesign, unter Leitung von Prof. Kuno Prey und Prof. Axel Kufus und in Zusammenarbeit mit der Jenaer Glaswerke GmbH vom 21.10. bis 1.11.1997 einen Glasworkshop für Studenten der Universität, die am Projekt "weimar design souvenir 1999" teilnehmen.

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