Internationale Atelierprogramme seit 1994/1995

Internationales Atelierprogramm der ACC Galerie und der Stadt Weimar (seit 1994)

Kontakt:
studioprogram@acc-weimar.de

Städtisches Atelierhaus

Jenseits der Sehnsucht
16. Internationales Atelierprogramm der ACC Galerie und der Stadt Weimar

Kunstfehler - Fehlerkunst
15. Internationales Atelierprogramm der ACC Galerie und der Stadt Weimar

Von der Unbestimmtheit
14. Internationales Atelierprogramm der ACC Galerie und der Stadt Weimar

AUSSEN VOR
13. Internationales Atelierprogramm der ACC Galerie und der Stadt Weimar

Die Subversion des Stillstands*
12. Internationales Atelierprogramm der ACC Galerie und der Stadt Weimar

Die Kultur der Angst (2005)
11. Internationales Atelierprogramm der ACC Galerie und der Stadt Weimar: Die Kultur der Angst

Die Ironie ist tot. Es lebe die Ironie! (2004)
Welchen Platz Ironie in der gegenwärtigen Kunstpraxis einnimmt und ob es so etwas wie neue Konzepte der Ironie in der Kunst gibt, die deren Vorreiterrolle gerecht werden und die Realsatire der kapitalistischen Wertegesellschaft spiegeln, wurde im Rahmen des 10. Atelierprogramms hinterfragt. Kristina Leko, Tea Mäkipää und Martin Sastre folgten dem Ruf nach Weimar und spiegelten den aktuellen Stellenwert von Ironie und vielem mehr.

herkunft niemandsland (2003)
Yvonne Buchheim, Gabriel Machemer und Stephan Weitzel setzten sich als Teilnehmer des 9. Atelierprogramms mit dem aus Johann Gottfried Herders Gedanken zur "Volkskultur" und "Kulturnation" abgeleiteten Begriff der Nationalkultur auseinander. Mit Blick auf die digitale Welt und dazugehörige Kommunikationsformen, auf Globalisierungseffekte und deren Kritik, blieben dabei Schattenseiten von Völkerverständnis und Kulturbewusstsein nicht außen vor.

über MENSCHEN - Zur Zukunft des Humanen (2002)
Ausgehend von der Prämisse, dass das menschliche Bild in der Kunst der Industrieländer in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einen Verlust erfahren hat, fragten Erik Schmidt, Biljana Djurdjevic und Bjargey Ólafsdóttir im Rahmen des 8. Atelierprogramms nach Formen von Menschendarstellungen, Porträts oder Vorbildern und danach, wie sich Künstler in einer von schönen Konfektionsmenschen dominierten Welt samt heutiger Bilderflut positionieren.

Das Maß der Dinge (2001)
Zweifel an den Möglichkeiten von Erkenntnis, besonders Selbsterkenntnis, trieben das 7. Atelierprogramm an. Gerade im Rückblick auf Weimar als Kleinstadt, die zu allen Zeiten große Geister angezogen hat, der ersten deutschen Demokratie ihren Namen lieh oder als kleinste Stadt den Titel "Kulturstadt Europas" erhielt, suchten Irena Paskali, Enrica Borghi und Irim Lux alias Jordi Miralpeix-Répolles hier nach einem neuen Maß der Dinge.

Herzblut - Schriftbild (2000)
Als allenthalben der 100. Todestag Friedrich Nietzsches begangen wurde, thematisierte das 6. Atelierprogramm Schriftzüge, Handschriften und damit korrespondierende Individualitäten. Yelda Camci-Köhler, Renèe Ridgway und Ian Joyce untersuchten, ob die individuelle Ausdrucksfähigkeit mit der Gabe, Dinge mit den eigenen Händen hervorzubringen, in Verbindung steht und wie sie durch die Benutzung von Instrumenten und Maschinen beeinflusst wird.

Hautnah (1999)
Im Kulturstadtjahr nahm das 5. Atelierprogramm als Leitthema die Geisteshaltung des Dichters und Denkers Christoph Martin Wieland auf. Im Vordergrund standen seine Ausführungen zur "erotischen Aufklärung", die Wieland persönlich durchlebte und für die er leidenschaftlich kämpfte. Dimitrios Antonitsis, Monika Dutta und Sophia Kosmaoglou ermittelten in Weimar nach Sinnlichkeit, Erotik und nach den Möglichkeiten sinnlichen Vergnügens.

Gemeinschaft - Gesellschaft (1998)
Der Frage, ob es einen Unterschied zwischen Gesellschaft und Gemeinschaft in Weimar - einer Stadt, die überwiegend in der Vergangenheit und oft unberührt von den Turbulenzen der "wahren Welt" zu leben scheint -, gibt, versuchten Esra Ersen, Bettina Allamoda und Apolonija Sustersic nachzugehen. Inspiriert wurde das Thema des 4. Atelierprogramms durch Ferdinand Tönnies' soziologischer Schrift Gemeinschaft und Gesellschaft aus dem Jahr 1887.

Kopf an Kopf - Head to Head - Tête-à-Tête (1997)
Als Weimar sich vorbereitete, Kulturstadt Europas 1999 zu werden, konnte im Vergleich zum Reichtum an Denkmälern und Büsten historischer Persönlichkeiten ein Mangel an Darstellungen berühmter Zeitgenossen beobachtet werden. Dieser Unstimmigkeit spürten im 3. Atelierprogramm die "Kopfjäger" Asa Elzén, Amanda Dunsmore und Stefan Höller nach, indem sie das Verhältnis zwischen widersprüchlicher Vergangenheit, rasender Gegenwart und verheißungsvoller Zukunft reflektierten.

Fascis - Faschismus und Faszination (1996)
Die Wahrnehmung der Faszination an Multimedia- und Datennetzen und begleitender Verzauberungs- und Gleichschaltungsmechanismen einerseits und der Verführungskraft sowie Nachnutzung von Trivialmythen und Pathosformeln des "Dritten Reichs" andererseits führten zur Themenstellung des 2. Atelierprogramms. Katherine Moonan & Pia Lanzinger, Fritz Heisterkamp, Markus Schwander und Ildar Nazyrov folgten ihr und beleuchteten Analogien zwischen faschistischen Strukturen und aktuellem Medien- und Technologiegebrauch.

Allegorien (1995)
"Kein Volk, mein Freund, das je zu einiger Cultur gelangte, konnte bildlicher Vorstellung entbehren; die Sprachen der Wilden selbst sind voll von Allegorien..." war eines der beiden Johann Gottfried Herder-Zitate, das in der Ausschreibung zum 1. Atelierprogramm zur kritischen Reflexion Weimars aufrief. Die Idee, junge europäische Künstler(innen) regelmäßig nach Weimar einzuladen, war infolge des Workshops "erSCHLOSSene Räume" im Sommer 1993 entstanden, Elizabeth-Jane Grose, Harald Fetveit, VSSD (Alen Ozbolt & Janez Jordan) und Bettina Hoffmann waren die ersten, die in den Genuss eines Stipendiums kamen.